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Der Alpenverein von 1919-1945

Ein neues Forschungs- und Buchprojekt der Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol

Gemeinsam begeben sich die drei Alpenvereine aus Deutschland, Österreich und Südtirol auf Spurensuche in der Vergangenheit. Ziel ihres gemeinsamen Forschungs- und Buchprojektes mit dem Titel "Der Alpenverein 1919 bis 1945" ist es, ihre Geschichte während der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus wissenschaftlich fundiert aufzuarbeiten und die Ergebnisse im Herbst 2011 in Buchform zu veröffentlichen. Zudem plant das Alpine Museum des Deutschen Alpenvereins im Anschluss eine Sonderausstellung zu dieser Thematik.

Im Mittelpunkt des Projekts „Der Alpenverein 1919 bis 1945“ steht zum einen die politische Geschichte des Vereines. Beleuchtet werden unter anderem die Folgen des Ersten Weltkrieges mit dem Verlust der Sektionen in Südtirol und anderen Gebieten, der frühe Antisemitismus im Alpenverein, die tragenden politischen Ideologien sowie die besondere Stellung des Alpenvereins als staatsübergreifender, deutsch-österreichischer Verband. Der Verein, die Bergsteiger und der Bergsport in ihrem gesellschaftlichen und kulturellen Kontext werden in einem zweiten Kapitel untersucht. Themen sind unter anderem der soziale Wandel im Verein, das Vereinsleben und die Veränderung des Bergsports in den 1920er Jahren sowie die großen alpinistischen Leistungen der Zwischenkriegszeit. Betrachtet werden auch die Berge als neuer Erlebnisort für Jugendliche und der Alpenverein in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit. Ein gesonderter Abschnitt ist dem Alpenverein in Südtirol gewidmet. Themen in diesem Kapitel sind unter anderem das Verbot des Alpenvereins Anfang der 1920er Jahre, die Fortführung der Vereinsarbeit im „Verborgenen“ und die Geschichte des Alpinismus vor dem Hintergrund der angespannten politischen Situation.

Für das Projekt „Der Alpenverein von 1919 bis 1945“ zeichnen die heutigen drei Alpenvereine in Deutschland, Österreich und Südtirol gemeinsam verantwortlich. Ein Team von Historikern, einer Volkskundlerin, einem Sozialpsychologen und einem Pädagogen führt die Forschungen unter der Leitung der Historiker Martin Achrainer (Oesterreichischer Alpenverein) und Florian Trojer (Alpenverein Südtirol) sowie der Kunsthistorikerin und Leiterin des Geschäftsbereichs Kultur im Deutschen Alpenverein, Friederike Kaiser, gemeinsam durch. Begleitet wird das Projekt von einem Wissenschaftlichen Beirat mit dem Zeithistoriker Prof. Dr. Martin Geyer (LMU München), dem Tourismushistoriker Prof. Dr. Hans Heiss (Universität Innsbruck), dem Zeithistoriker Prof. Dr. Albert Lichtblau (Universität Salzburg), der Direktorin des Südtiroler Landesarchivs Dr. Christine Roilo, dem Volkskundler und Alpinismusexperten Prof. Dr. Martin Scharfe (Universität Marburg) sowie dem Sporthistoriker Prof. Dr. Hans-Joachim Teichler (Universität Potsdam).

Die Forschungsergebnisse werden als Buch publiziert und im Herbst 2011 vorliegen.



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