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Wissenschaftliche Untersuchung der Reliefsammlung

Sabine Mirrione analysiert in ihrer Diplomarbeit die Entstehung und Entwicklung der Reliefsammlung des Alpenverein-Museums Innsbruck von der Museumsgründung 1911 bis heute.
Diese umfangreiche Dokumentation gibt nun erstmals einen vollständigen Überblick über die Sammlung.

"Dem Relief steht, wenn es sich erst einmal ganz aus dem Dilettantismus herausgerissen hat, sicherlich in den wissenschaftlichen Museen und Lehrinstituten noch eine große Zukunft bevor" (Heim 1909, 196) prophezeite Albert Heim vor über hundert Jahren. Es war die Zeit der Reliefs: In Museen, Ausstellungen, Schulen und wissenschaftlichen Instituten waren sie nicht wegzudenken. Die Hochblüte der Gebirgsreliefs hatte schon ab der Mitte des 19. Jahrhunderts mit der veränderten Wahrnehmung der Gebirge und deren Erschließung begonnen. Die dreidimensionalen Darstellungen waren viel eindrücklicher und auch unmittelbarer als Landkarten. Der Alpenverein wollte mit der Herausgabe von Karten und der Errichtung von Wegen und Hütten die Bergwelt zugänglich machen. In Anbetracht der Herkunft seiner Mitglieder erfolgte aber auch eine geistige Erschließung mittels eigener Schriften sowie der Gründung eines eigenen Alpinen Museums 1911 in München. Das Museum war ein Zentrum der deutschen Reliefskunst, in dem zeitgenössische, aber auch einige historische Werke gesammelt wurden. Ein Luftangriff zerstörte 1944 das Museumsgebäude und mit ihm einen Großteil der Sammlung. Nur ein Teil der Exponate war zuvor nach Tirol evakuiert worden und bildete den Grundstein der Sammlung des Alpenverein-Museums Innsbruck. Durch Anfertigungen und Ankäufe neuer Reliefs wuchs der Bestand bis 2009 auf 72 Exemplare an. Damit ist die Sammlung eine der größten ihrer Art.

Sabine Mirrione



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Anfragen an die Autorin: Sabine.Mirrione@student.uibk.ac.at



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